Ausgabe September 2017

AUSZUG AUS DEM INHALT:

BAURECHT
Das neue Bauvertragsrecht – Der Verbraucherbauvertrag
Mit dem neuen Bauvertragsrecht wird im Anschluss an den normalen Bauvertrag in den §§ 650i – 650n BGB ein neu definierter Vertrag geregelt – der Verbraucherbauvertrag. Die Aufnahme von Schutzvorschriften für den Verbraucher bei Abschluss von Bauverträgen war eine wesentliche Motivation für den Gesetzgeber, den Bereich des Werkvertragsrechts, des Bauvertragsrechts und der Architekten- und Ingenieurverträge neu zu regeln.

ORGANISATION & KOMMUNIKATION
Digitales Aufmaß – Vom 2D-Distanzmesser zum 3D-Laserscanner
Bei komplexen, krummen und schiefen oder frei geformten Objekten müssen Bandmaß und Zollstock häufig passen. Moderne 2D- und 3D-Messsysteme erfassen auch komplexe Geometrien präzise und schnell und bieten darüber hinaus noch weitere praktische Erleichterungen für den Baustellenalltag.

BAUTECHNIK
Die neuen Abdichtungsnormen DIN 18531 bis 18535
Im Juli wurde die neue Normenreihe DIN 18531 bis 18535 veröffentlicht. Diese löst die seit 1983 gültige DIN 18195 als zentrale Norm für die Abdichtung von Bauwerken und Bauteilen ab. Für jedes Bauteil gibt es nun eine Einzelnorm zur Abdichtung, die von den Anforderungen über die Abdichtungssysteme bis zu den Planungsgrundsätzen und der Detailgestaltung alles regelt.

Verglasungen im Schräg- und Seitenbereich – Tipps für die schadensfreie Ausführung
Ist Glas dumm, weil es bricht, wie einmal ein anerkannter Professor auf diesem Gebiet flapsig anmerkte? Nein, im Gegenteil. Glas kann sehr viel, wenn es fachgerecht gehandhabt und eingesetzt wird. Deshalb zeigen die folgenden Seiten bekannte und weniger bekannte Fehlerquellen.

Von der Wiege zur Wiege

Kennen Sie bereits das „Cradle to Cradle“-Konzept? Gemeinsam mit dem US-amerikanischen Architekten und Designer William McDonough hat der deutsche Chemiker Prof. Dr. Michael Braungart dieses Konzept für einen geschlossenen Materialkreislauf entwickelt, der keinen Abfall entstehen lässt. Das Prinzip klingt zunächst ganz einfach: Jedes Produkt kann wiederverwertbar sein, vorausgesetzt es wurde auch dafür entworfen.

Damit bietet Cradle to Cradle („Von der Wiege zur Wiege“) Unternehmen die Möglichkeit, dass ihre Produkte nach dem Gebrauch wieder zu ihnen zurückkommen, sortenrein getrennt werden und so dem Kreislaufsystem erhalten bleiben. Erst vor kurzem haben die AGC Interpane und AGC Glass Europe ein „Cradle to Cradle“-Zertifikat für Isolierglasprodukte erhalten, die Basisgläser waren bereits zertifiziert. Neben der Nachhaltigkeit des Produkts an sich profitieren Bauakteure bei deren Einsatz auch davon, dass Gebäude eine höhere Einstufung bei einer Green-Building-Zertifizierung erreichen.

Mit dem Thema Glas setzt sich der Beitrag ab S. 16 auseinander und zeigt, welche Punkte Sie bei Verglasungen in Schräg- und Seitenbereichen beachten sollten.

Eine spannende Lektüre wünscht Ihnen

Stefanie Bobinger
Redaktion „Der Bauleiter“